Wie durch ein mächtiges Schleusentor tritt man aus der Brunecker Weitung durch die Enge zwischen Schloß Kehlburg und Schloß Neuhaus bei Gais ins Tauferer Tal. Wie eigenwillig hat sich vor Jahrtausenden die letzte Eiszeit gebärdet und hat Landschaftsformen gebildet, die von majestätischem Ernst und herber Lieblichkeit zeugen! Gais, der Ort zu beiden Seiten der Ahr, war gewiß schon in der Urzeit besiedelt, was sich an der Gasisinger Pipe (955m) und am nahen Kehlburghügel (1188m)erahnen läßt.Der Name Gais ist aus der indogermanischen Wortwurzel * ghid ( Gisse, rinnen ) abgeleitet und bedeutet also Anschwemmungsland. Darauf weist augenfälligst der große Murkegel aus dem Bärental hin.
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